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Zur Geschichte des Bugenhagenhauses

 Johannes Bugenhagen bezieht 1523 als erster evangelischer Pfarrer das Haus des Stadtpfarrers an der Ostseite des Kirchplatzes. Es ist das Pfarrhaus bis auf den heutigen Tag geblieben und wird Bugenhagenhaus genannt. 1605 muß es grĂŒndlich umgebaut werden, weil die alte Bausubstanz (ĂŒberwiegend Holz) verbraucht ist. Es wird erweitert bis an die Ostecke zur JĂŒdenstrasse. 

Völlig umgestaltet wird es 1731/32 und erhĂ€lt die heutige Gestaltung. Da die Inhaber der Pfarr-Stelle immer auch Professoren an der Wittenberger UniversitĂ€t waren, wird das Haus entsprechend gestaltet. In den ProfessorenhĂ€usern Wittenbergs wurden auch wegen der Enge der UniversitĂ€t Vorlesungen abgehalten. Es befindet sich auch im Bugenhagenhaus ein entsprechend großer Raum mit separatem Zugang. 

 1806 muß die Wittenberger Kirchgemeinde wĂ€hrend der französischen Besetzung ihre Gottesdienste im Bugenhagenhaus abhalten, weil die Kirche vom französischen Heer als Magazin und Lazarett genutzt wurde.

 Zum 300. Todestag von Bugenhagen wird am 20. April 1858 eine Gedenktafel am Bugenhagenhaus angebracht.

 Das Bugenhagenhaus gehört zum historischen GebĂ€udebestand der Wittenberger Altstadt

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