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Das Wittenberger Bugenhagenhaus ist das Ă€lteste evangelische Pfarrhaus der Welt. Es gehört zu den bedeutsamsten GedenkstĂ€tten der Reformation und soll darum ebenfalls in die Liste der UNESCO-WelterbestĂ€tten aufgenommen werden. Bis 1997 war das Bugenhagenhaus seit der Reformation ununterbrochen Wohn- und WirkungsstĂ€tte der Wittenberger Superintendenten. Als erster Pfarrer der Reformation lebte Johannes Bugenhagen bis zu seinem Tod 1558 hier. Der Freund, Mitstreiter und Seelsorger Martin Luthers gilt neben diesem und Melanchthon als „Der dritte Reformator“. Mit Hilfe seiner niederdeutschen Sprachkenntnisse ist die Reformation bis nach Norddeutschland und Skandinavien gelangt. Johannes Bugenhagen ist der Verfasser zahlreicher Kirchenordnungen.

Die Wittenberger Stadtkirchengemeinde hat das Bugenhagenhaus zwischen 2004 und 2007 zusammen mit der WĂŒstenrot Stiftung grundlegend saniert. Heute sind die Überbauungen der verschiedenen Jahrhunderte sichtbar. An der Finanzierung des 2,7 Mio. Euro teuren Projektes waren neben den beiden Bauherren, dem Kirchenkreis Wittenberg und der Kirchenprovinz Sachsen auch das Land Sachsen-Anhalt, Lotto-Toto und der Bund beteiligt.

Das Bugenhagenhaus als „Geistliches Gemeinde- und Begegnungszentrum“ dient zunĂ€chst der örtlichen Gemeindearbeit. Dabei beherbergt es auch eine Ausstellung ĂŒber siene Geschichte und seine Bewohner. DarĂŒber hinaus steht es als Tagungshaus zur VerfĂŒgung. Als solches wird es u. a. vom Wittenberger Stadtkonvent der Christusbruderschaft Selbitz genutzt. KĂŒnftig wird hier auch das Bildungsangebot des Luther-Collegs seinen Platz finden. Außerdem sind der Eine-Welt-Laden und der Heimatverein Mieter. Das Bugenhagenhaus ist fĂŒr Tagungen bis zu 200 Personen geeignet.
 

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